White Cube
ein Gemeinschaftsprojekt von Matthias Lehmann (D) und Tanja Mosblech (BE)
Illusionistische Stereoskopie für vier Blickrichtungen
Stereoviewer, MDF-Platten, Lackfarbe, 2x 2x 2 Meter
Realisierung im Rahmen der Ostrale´012 - 13.7. bis 16.9.2012 - Ostragehege, Dresden, 2012

White Cube bezeichnet das weit verbreitete Ausstellungskonzept vieler Museen und Galerien, die darin präsentierte Kunst in einer möglichst neutralen Umbebung vor weißen Wänden zu zeigen. Die Arbeit von Matthias Lehmann und Tanja Mosblech greift diesen kunsthistorischen Begriff auf und entwickelt dazu eine Installation für den Außenraum. Ein begehbarer weißer Würfel mit den drei Seitenlängen von 2 Metern und einem komplett dunklem Innenraum, wird mit Stereobetrachtern bestückt welche die Außenwände des Würfels durchbrechen. Das Innere wird nach Außen gestülpt und von Interesse ist der umgebende Außenraum. Mit der festgelegten Blickrichtung auf die verschiedenen Orte des Ostrale-Geländes wird eine unbestimmte Erwartung geweckt. Wenn der Neugierige in die „Sehmaschine“ schaut, sieht er auf illusionistische Art und Weise Bilder einer bekannten Landschaft, die vorgeben real zu sein.

Zu sehen ist ein Rundblick der an Caspar-David-Friedrichs "Wanderer über dem Nebelmeer" erinnert und den Besucher virtuell auf ein Felsmassiv der Sächsischen Schweiz enthebt.