EIS
Instalation, Edelstahl, Feldsteine1,7x1,7x4,5 Meter, „Bewegte Steine“, Brelinger Berg, bei Hannover, 2008

Ein fiktives Stück Eiszeit

Durch Steinschlag und Lawinen fielen Felsbrocken und Schutt auf skandinavische Gletscher. Eingefroren im Gletschereis wurden diese Steine auf ihrem langen Weg rund geschliffen und bis in das Gebiet des Brelinger Berges transportiert, wo letztlich das Eis abschmolz und auch die darin eingeschlossenen Steine preisgab.
Die Arbeit eis konstruiert ein fiktives Stück dieses skandinavischen Eises in Form eines Kubus, wie es vor rund 150.000 Jahren an dieser Stelle hätte sich befinden können. Die darin „eingefrorenen“ Feldsteine sind scheinbar chaotisch angeordnet und werden durch Stahlverbindungen an ihrem Ort fixiert. Diese Edelstahlstangen, die einerseits durch die schimmernde leicht reflektierende Wirkung dem Aussehen einer Eisoberfläche nahe kommen, erinnern durch ihren Aufbau an die kristalline Struktur eines Eisblockes.
Allerdings folgt die anscheinend chaotische Struktur der Feldsteine einer gezielten Anordnung: von einem bestimmten Blickpunkt des Betrachters bilden sie innerhalb ihres räumlichen Gefüges die Buchstaben des Wortes „EIS“.
Die Verwendung von vor Ort gefundenen und aufgelesenen Feldsteinen stellt eine direkte Verbindung zwischen Standort und Installation her. Unsere Einbildungskraft wird aufs äußerste angeregt, bei der Vorstellung dass dieser abgebildete Würfel Eis nur einen Bruchteil von dem darstellt, was vor 150.000 Jahren Teile der gesamten Landschaft überlagerte.

Sponsoren:

Chem.-Techn. Spezialfabrik GmbH
Nürnberg