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earth net art |
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| EIN PROJEKT ZUR ETABLIERUNG ZEITGENÖSSISCHER KUNST IM ÖFFENTLICHEN GOOGLE EARTH RAUM Die Eigenschaften von Googhle Earth bilden eine gute Grundlage, der virtuellen Erdoberfläche künstlerische Inhalte hinzuzufügen, die sich auf bestimmte Orte unserer Erde beziehen. Im Gegensatz zu Second Life, bei dem sich die virtuelle Umgebung vollkommen losgelöst entwickelt, gibt es hier eine unmittelbare Bindung an den virtuellen Globus. Allein auf dieser Oberfläche mit ihrem direkten Bezug zur Erdoberfläche, ist es möglich zu agieren. Dadurch besteht immer eine Verbindung zu dem reellen Referenzort, den die virtuelle Umgebung versucht zu simulieren. Es ist also neu, dass man auch auf einer virtuellen Oberfläche von „Site specifity“ sprechen kann, einem Begriff, der sich bisher hauptsächlich für Kunst im öffentlichen Raum anwenden ließ. Virtuelle Objekte, die sich auf eine materielle Umgebung beziehen, entfalten allein durch ihren Realitätsbezug ein besonderes Potenzial. Nicht an materielle und physikalische Gesetze gebunden, können sie sich frei entfalten ohne an Grenzen der Statik und Wirtschaftlichkeit zu stoßen. Durch ihren Ortsbezug geben sie jedoch vor, Teil der Realität zu sein, oder beinhalten immer die Möglichkeit real gedacht, bzw. umgesetzt zu werden. Dabei kommt es zu einer Vermischung von realen und fiktiven Inhalten, die auch der Phantasie des Rezipienten einen großen Handlungsspielraum gewähren. |
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Beispiele können über die folgenden Links entweder direkt auf der Google-Seite betrachtet werden, (Google-Earth-Plugin für Internetbrowser notwendig) Katalog zum Projekt (PDF, 2,7 MB) |
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Arbeiten: |
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sandburg für ahrenshoop |
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Mit der wahrscheinlich größten Sandburg der Welt hat es ein ehrgeiziger Badeurlauber ins GUINNES-Buch der Rekorde geschafft. Leider wusste der eifrige Schaufler nicht, dass er seinen Jugendtraum im Gebiet des Nationalparks "Vorpommersche Boddenlandschaft" verwirklichte. Der Eingriff des Mannes der nun mit einer hohen Geldstrafe zu rechnen hat, wird über Jahre hinweg verändernde Auswirkungen auf den Küstenbereich des Ortes haben. |
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opel deutschland |
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| Nach der Zustimmung der Bundesregierung für 4,5 Milliarden Euro Bürgschaft an Opel durch den Bund, wurde die PR-Abteilung des Konzerns durch einen automatisierten innerbetrieblichen Verteilungsmechanismus, der neu zur Verfügung stehenden Millionen, mit einer ungeahnt hohen Geldsumme ausgestattet. Um das Geld nicht nutzlos liegen zu lassen, wurde neben der Durchführung einer Bundesweiten Werbekampagne, die Errichtung eines riesigen goldenen Opelzeichen hinter dem Opelwerk Eisenach beschlossen, nicht nur um der Welt zu demonstrieren, dass Opel in Zukunft wieder mit voller Power im Automobilgeschäft mitmischen will. Bedauernswert ist, dass bei der Errichtung des monströsen Zeichens ein knapper Hektar Wald gerodet werden musste und dass nun die UNESCO den Weltkulturerbe-Titel der im Hintergrund befindlichen Wartburg entziehen will. | |||||||||||||||||||||||||||
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tomaten für die provinz almeria |
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| Die Region Almeria in Spanien macht nicht nur wegen ihrer weltgrößten Konzentration von „Intensivkultur“, dem Anbau von Gemüse und Obst in Gewächshäusern von sich reden, die rund 350km2 Oberfläche bedeckt und von den Ortsansässigen liebevoll mar del plastico genannt wird. Vergangene Woche wurde dort eine Anlage für die Speicherung von Wasser fertig gestellt, die dem stetig steigenden Wasserbedarf auch in, durch den Klimawandel immer länger werdenden Trockenzeiten sicherstellen soll. Die Anlage, die bei Ihrer Testbefüllung das gesamte Wassernetz der Region lahm legte, hat die Form von Strauchtomaten. Das am häufigsten angebaute Gemüse der Region steht ebenso beim Wasserbedarf an oberster der Spitzte. | |||||||||||||||||||||||||||
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go west |
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350 identische menschliche Betonfiguren laufen, einen Pfeil bildend, aus der Libyschen Wüste Richtung Europa. Sie flüchten vor Hunger, Trockenheit und Bürgerkrieg. Ihr Ziel sind der vermeintliche Wohlstand und die ebenso vermeintliche Sicherheit des Westens. |
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eiger north face memorial |
Die Eiger Nordwand ist eine der berüchtigsten Kletterwände der Alpen. Zum einen, weil sie eine der größten Herausforderungen für Bergsteiger und Kletterer bis heute darstellt (hier kamen von der Erstbesteigung bis 2007 mindestens 65 Bergsteiger ums Leben), zum anderen weil die Möglichkeit besteht, dass sie in ihrer bizarren Schönheit nicht mehr lange existiert. Durch die Erderwärmung taut im Gestein gefrorenes Eis auf und verringert die Stabilität des Felsmassivs. Am 13. Juli 2006 um 19.24 Uhr stürzten rund 500.000 Kubikmeter Felsbrocken auf den unteren Grindelwaldgletscher ab. Aufgrund dieser Ereignisse wurde nach größten Anstrengungen des ansässigen Alpenvereines am 1. Dezember 2008 das beeindruckende Mahnmal eiger north face memorial am Gipfel des 3970 Meter hohen Berges eingeweiht. Die Höhe des Berges überschreitet damit die 4000er Marke und beträgt nun 4025 Meter. |
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raketenabwehrsystem für schwyz
Stahlseilgeflecht, 750 x 200 Meter, 47º 2'3.03"N, 8º 41'5.99"E, Schwyz, Schweiz |
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In einer eidgenössischen Abstimmung des Kantons Schwyz in der Schweiz, kam es zur mehrheitlichen Befürwortung für den Bau eines Raketenabwehrsystems. Das Thema sei schon seit mehreren Jahren, aufgrund der Nichtmitgliedschaft der Schweiz in der NATO brisant gewesen, aber immer wieder verschoben worden. Dadurch müsse man verstärkt nach eigenen Lösungen suchen. Bedauerlich ist, dass es nun zu einem Alleingang des Kantons Schwyz kommt, nachdem sich alle anderen Kantone aus ästhetischen Gründen dagegen ausgesprochen hatten. |
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frische brise in schöppingen
Ventilator mit E-Motor, Beton, 140x95x70m, 52° 5'30.99"N, 7°14'53.22"E, Schöppingen, Deutschland |
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Wenn anderenorts aufgrund anhaltender Flauten die Windräder stillstehen, kann man in Schöppingen immer noch eine frische Brise spüren. Schuld an dem anhaltenden Luftstrom im Ort ist ein Modellprojekt der Bundesregierung, bei dem der Bau eines riesigen Ventilators auch bei Windflauten den stetigen Betrieb des ansässigen Windparks am Schöppinger Berg garantiert. Die Anlage rechnet sich, da der Ventilator mit „billigerem Atomstrom“ betrieben wird. |
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dinner is ready
Metallkonstruktion, lackiert, 570x25 m, 33° 57'42.62"S, 18° 24'56.55"E, Kapstadt, Südafrika |
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Die Intervention eines noch unbekannten deutschen Künstlers, bestehend aus einem riesigen Schriftzug mit den Lettern “DINNER IS READY!“, der in leuchtenden Farben am Tafelberg bei Kapstadt installiert wurde, löste internationale Proteste aus. Die UNESCO und verschiedene Umweltorganisationen beklagen die Beeinträchtigung der natürlichen Wirkung des imposanten Bergmassivs. Gegenwärtig wird über die Demontage des durch Spendengelder finanzierten Kunstwerkes debattiert. |
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he is back again
Skulptur, verschiedene Materialien, 38x 23x25m, 40° 42'18.38"N, 73° 59'21.72"W, Manhatten-Bridge, New York, USA |
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Eine Skulptur des koreanischen Künstlers Dong Hingkong auf der Manhatten-Bridge in New York, verursachte nach ihrer Enthüllung ein unerwartetes Verkehrschaos. Einige Verkehrteilnehmer gerieten in Panik, weil sie dachten, sie hätten es mit dem wiedergekehrten leibhaftigen Riesengorilla zu tun. Große Warnschilder sollen nun die Autofahrer auf die zu passierende Skulptur vorbereiten. |
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moeraki boulders octopus
Skulptur, verschiedene Materialien, 30x75x55m, 45° 20'42.92"S, 170°49'38.23"E, Moeraki Boulders, New Zealand |
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Der Touristenanziehungspunkt „Moeraki Boulders“, bestehend aus über 30 am Sandstrand liegenden natürlichen Steinkugeln, die durch vulkanische Prozesse entstanden sind, soll nach der Fertigstellung einer Kraken-Skulptur, der sonst strukturschwachen Region an der Ostküste New Zealands auf die Beine verhelfen. Man erhofft sich einen hohen Ansturm von Reisenden, die durch das spektakuläre Seeungeheuer angezogen werden. |
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freiheits-und einheitsdenkmal
Rolltreppe, Edelstahl, Spannbeton, Glas, 10,5x4,2x5,5m, 52° 30'59.35"N, 13° 24'0.03"E, Schlossfreiheit, Berlin |
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Der Deutsche Bundestag hat am 9. November 2007 beschlossen, dass die Bundesrepublik Deutschland zum Gedenken an die friedliche Revolution im Herbst 1989 und an die Wiedergewinnung der staatlichen Einheit Deutschlands ein Freiheits- und Einheitsdenkmal errichtet. In einem vergleichsweise kurzen Entscheidungsprozess wurde der Entwurf eines noch relativ unbedeutenden deutschen Künstlers, eine freischwebende Rolltreppe, deren Stufen beim Herausfahren historische Wegmarken deutscher Einheits- und Freiheitsbestrebungen offen legen, zur Ausführung gebracht. |
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valentina tereschkowa monument
Granitsockel, Granitskulptur, bemalt, 52x15x15m, 45° 42'8.81"N, 63° 20'25.78"E, Kosmodrom Baiqongyr, Kasachstan |
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Valentina Tereschkowa flog am 16. Juni 1963 als erste Frau ins Weltall. Mit einem Jahr Verspätung wurde nun das zum 45. Jahrestag geplante Monument zur Ehren von Valentina Tereschkowa eingeweiht. Es steht auf einer kleinen Anhöhe, 6 Kilometer nördlich des Kosmodroms Baiqongyr, im südlichen Kasachstan, wo die berühmte Raumfahrt im Juni 1963 startete. Baiqongyr ist heute noch der größte Raketenstartplatz der Welt. Nach offiziellen Angaben erstreckt er sich 2004 über eine Fläche von 6.717 Quadratkilometern. Das Modell der in ihrem Raumanzug eingepackten Valentina Tereschkowa stammt von dem Schweizer Künstler Max Grüter. |
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