Moving Around Left/Right
Installation, Fotos 60x40 mm, Raumpfeiler, Lodz, August 2006, Festival of Dialogue of Four Cultures, Moving Studio 2, Patio Art Center New Space Gallery, Lodz

Die Arbeit moving around left/right entstand während eines 10-tägigen Workshops in Lodz, organisiert und durchgeführt von ADAM KLIMTCAK mit Meisterschülern der Klasse BRANDMEIER der HfBK Dresden und Studenten des Graphic Design Art Department der Hochschule für Humanistik und Ökonomie Lodz. Dabei dienten öffentliche Verkehrsmittel der Stadt, Rikscha, Bus und Bahn, als Arbeitsbereiche um filmische oder photographische Arbeiten zu realisieren. Innerhalb des „ Festival of Dialogue of Four Cultures“, in der New Space Gallery Lodz, wurden alle entstandenen Arbeiten in einer Abschlussausstellung präsentiert.

moving around left/right greift in der Art und Weise der Präsentation und der technischen Umsetzung der Fotografien die Situation des Unterwegsseins 1:1 auf. Die durch lange Belichtungszeiten verschwommenen Bilderreihen, geben kurze Einblicke in Straßenfluchten wieder, welche durch die Bewegung des Verkehrsmittels und der damit einhergehenden Perspektiv-Verschiebung verschiedene Ansichten dieser präsentieren. Im Gegensatz zum stark verwischten Vordergrund, dessen Unschärfe eine Aneinanderreihung der Szenen ästhetisch ermöglicht, bilden sich die Bildtiefen mit relativer Klarheit ab.

Die Präsentation der entstandenen Bilderserien auf zwei im Ausstellungsraum enthaltenen Säulen folgt ihrer Entstehung: einer Bahnfahrt hin und zurück zu einem bestimmten Ort. Daraus ergeben sich aus der Bilderfolge erkenntliche entgegengesetzt Bewegungsrichtungen (left/right) die jeweils einer Säule zugeordnet sind und die ebenso der Betrachter beim rezipieren  nachvollzieht beziehungsweise durch das Abschreiten der Bilder um die Saule herum, praktiziert. Dabei wird die Bewegung des Verkehrsmittels über das Medium der Fotografie an den Betrachter weitergegeben.

Die Präsentationsgröße der Fotos (4x6 cm) erinnert an das Display der verwendeten Digitalkamera und lässt eine Unmittelbarkeit zwischen Fortbewegung und digitalem Medium entstehen.